Umlageverfahren

Die BGW macht keinen Gewinn! Der Beitrag wird im Umlageverfahren erhoben: Die Beitragshöhe richtet sich nach den Ausgaben der BGW im letzten, abgelaufenen Geschäftsjahr und wird auf alle beitragspflichtigen Unternehmen umgelegt. Dieses Prinzip nennt sich nachträgliche Bedarfsdeckung, da erst nach Ablauf des Geschäftsjahres der Finanzbedarf ermittelt und nachträglich (durch Beitragszahlungen im neuen Jahr) gedeckt wird.

 

Übrigens: Da die Unternehmerhaftung durch die gesetzliche Unfallversicherung abgelöst wird, zahlt den Beitrag für die gestezliche Unfallversicherung alleine der Unternehmer. Dies unterscheidet die gesetzliche Unfallversicherung von den anderen Sozialversicherungen - und Sie können diesen Beitrag auch nicht auf Ihrer Gehaltsabrechnung finden.

 

Wie bei anderen Sozialversicherungen ist die Beitragshöhe auch bei der gesetzlichen Unfallversicherung

von der Höhe der Entgelte der Versicherten abhängig. Zusätzlich spielt das Unfallrisiko im jeweiligen Gewerbe eine Rolle – ausgedrückt durch die Gefahrklasse. Der Beitragsfuß wird von der BGW – abhängig vom jeweiligen Finanz- bedarf eines Jahres – berechnet.

 

Die Höhe des Beitrags richtet sich daher nach:

  1. nach dem Finanzbedarf des Unfallversicherungsträgers (Umlagesoll),
  2. nach dem Arbeitsentgelt der Beschäftigten (Lohnsumme)
  3. nach dem Grad der Unfallgefahr der Branche des Unternehmens (Gefahrtarif)
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