Limitationen und Alternativen

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Limitationen von MEESTAR und Ethics Canvas

Die zwei bisher vorgestellen Methoden MEESTAR und Ethics Canvas sind besonders geeigent für Anwendungsfälle, in denen schon eine konkrete Technologie und das konkrete Einsatzszenario bekannt sind.

Man muss sich allerdings auch bewusst sein, dass sie limitiert sind:

  • Beide Methoden setzen in der Lösungsfindung auf Kompromisse die innerhalb der Gruppe der Teilnehmer gefunden werden. Auch wenn die Gruppe alle Betroffenen repräsentiert, können bestehende Machtverhältnisse die Kompromisse beinflussen.
  • Beide Methoden betrachten eine Technologie in einem Einsatzszenario. Es werden keine Alternativen mit betrachtet und verglichen.

Weitere Methoden

Daher kann es im Zweifel auch sinnvoll sein für den konkreten Fall zu prüfen, welches Instrument am geeignetsten ist. Denn neben MEESTAR (welches aus dem Pflegebereich entstammt) und dem eher allgemeinen Ethics Canvas, gibt es noch einige weitere. Allein 35 werden in diesem Fachaufsatz [4] aus dem Jahr 2018 betrachtet und gruppiert, ob sie spekulativ in die Zukunft schauen, im Nachhinein bewerten oder Technologien während dem Entwicklungs- oder Einführungsprozess begleiten.

Für den Bereich der Pflege oder Sozialwirtschaft allgemein könnte diese Auswahl aus [2] interessant sein:

  • (Modell zur ethischen Evaluation sozio-technischer Arrangements: MEESTAR)
  • (Ethics Canvas)
  • Seniorengerechte Technik im häuslichen Alltag: Sentha
  • Interdisziplinäres Dialoginstrument zum Technikeinsatz im Alter: IDA
  • Ethische Fall-Deliberation: EFD
  • Care Centered Value-Sensitive-Design
  • Bewertung assistiver Technologien in der Pflege: B-TiP.

Im Projekt pulsnetz KI führen wir zudem einen Ethics Design Sprint zum Thema KI-gestütze Recruitinglösungen durch. Hier wird unabhängig eines konkreten Falls über generelle Anforderungen an solche Software diskutiert.