Was ist Resilienz?

Es ist kurz vor dem Mittagessen, du hast als Pflegekraft in deiner Einrichtung noch zwei Bewohner zu versorgen. Gleichzeitig kommt der Hausarzt und da du heute die einzige examinierte Person auf der Station bist, musst du auch noch dem Arzt Rede und Antwort stehen. Und dann wirst du auch noch von Herrn Meyer, dem neugewählten Bewohnersprecher, zur Schnecke gemacht, weil heute die Technik beim Videogame versagte.

 

Oder du bist Erzieherin oder Erzieher und deine Kollegin ist ausgefallen, die Kinder toben wild und nun musst du trotzdem alle Aufgaben bewältigen. Der Lieferdienst für das Mittagessen hat eine Frage, Karlchen hat sich das Knie aufgeschürft und kommt weinend zu dir, die Mutter von Ina holt sie heute früher ab und fragt dich aus der Garderobe noch, warum Ina einen blauen Fleck auf der Wange hat und gleichzeitig musst du dabei alle anderen Kinder im Auge behalten.

... und warum ist sie so wichtig?

Kurz gesagt: Resilienz ist die Fähigkeit, mit Belastungen umzugehen. Sie kann in der Zeit bemessen werden, die wir brauchen, um uns von den Herausforderungen – welche ein unvermeidlicher Teil des Lebens sind – zu erholen. Am Arbeitsplatz gibt es eine Reihe von Stressfaktoren, denen die Arbeitenden ausgesetzt sind. Was ist Resilienz am Arbeitsplatz? Warum ist sie wichtig? Kann der einzelne Mensch überhaupt resilienter werden?

Bezüglich der letzten Frage wollen wir dich nicht lange auf die Folter spannen. Die Antwort ist: Ja! Resilienz ist eine Fähigkeit und wie jede Fähigkeit kann auch sie mit etwas Übung erlernt werden.