Die Schattenseite digitaler Medien

Leider sind nicht alle Auswirkungen unserer Mediennutzung so rosig. Eine Studie von 2017 [3], die die psychischen Gesundheitseffekte von digitalem Stress bei 1.557 deutschen Internetnutzerinnen und -nutzern untersuchte, kam sogar zu dem erschreckenden Ergebnis, dass die digitale Kommunikation via E-Mails und Social Media-Nachrichten mit dem empfundenen Stress der Teilnehmenden zusammenhingen und sich deutlich auf das Risiko für Burnout, Angststörungen und Depression auswirkte. Dies wurde vor allem auf den wahrgenommenen sozialen Druck, immer verfügbar zu sein und die Angst, etwas zu verpassen zurückgeführt.

Die schiere Informationsflut, der wir im Internet ausgesetzt sind, kann leicht zu Überforderung führen. Vor allem die Nutzung des Internets, während man gleichzeitig andere Tätigkeiten ausübt – auch Medien-Multitasking genannt – begünstigt dieses Gefühl der Reizüberflutung. Zudem kann eine starke Mediennutzung zu schlechtem Schlaf, Kopf- und Rückenschmerzen führen sowie Selbstwertprobleme entwickeln.