Mediation

Mediation bedeutet die Vermittlung in einem Konflikt

Gerade im Bereich von gesundem Arbeiten ist der zwischenmenschliche Austausch eine wichtige Ressource. Gute Kommunikation schweißt Teams zusammen. Es stärkt Unternehmen, Führungskräfte, Teams und bietet einen wichtigen Anker und Unterstützung in herausfordernden Zeiten, so, wie wir sie gerade erleben.

Gleichzeitig kann zwischenmenschlicher Austausch auch belastend sein und psychisch beanspruchen. Beispielsweise dann, wenn es in Teams, zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden oder zwischen einzelnen Personen Missverständnisse und Konflikte entstehen. Diese können sich schnell ausweiten und zu Zerwürfnissen zwischen und innerhalb der Personen(-gruppen) führen.

Doch hier gibt es Auswege wie beispielsweise Mediation. In einer Mediationsausbildung zeigen wir Ihnen Möglichkeiten auf, wie Auseinandersetzungen besser bewältigt werden können und geben Ihnen passende Methoden an die Hand.

Mediation ist ein strukturiertes diskretes Verfahren, nach dem deutschen Mediationsrecht. Das Ziel besteht darin, dass für alle Beteiligten passende Win-Win-Lösungen in ihren Entscheidungs- und Konfliktsituationen entwickelt werden. Als allparteiliche Dritte geben die Mediator*innen einen strukturierten Rahmen, damit eine sinnvolle Einigung gelingen kann. Allparteilich heißt der/die Mediator*in nimmt keine Partei für eine Seite wahr, sondern steht den Personen neutral gegenüber, ebenso wie dem Problem und den Ideen. Er schafft einen Raum für freie Meinungsäußerung.

Im Mediationsgesetzt (MediationsG) § 1 wird Mediation wie folgt definiert:
„Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben. Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.“

Die Ausbildung in Mediation richtet sich an Personen, die in Zwei- oder Mehrpersonenkonflikten vermitteln oder Ausbildungsinhalte in ihrem beruflichen Kontext umsetzen wollen.

Dies sind insbesondere

  • Personen aus Sozial- und Wirtschaftsunternehmen und Verbänden in unterschiedlichen Funktionen, z. B. Führungskräfte, Projektleiter, Qualitätsmanager, Personalentwickler und -referenten, betriebsinterne Berater, Betriebsräte.
  • Personen, die in sozialen, beratenden oder juristischen Arbeitsfeldern haupt- oder ehrenamtlich tätig sind.
  • Externe Personal- und Organisationsentwickler
  • selbstständige Berater*innen, Coachs und Trainer*innen

Auf eine bestimmte schulische oder akademische Vorbildung wird in der Ausbildung in Wirtschaftsmediation ausdrücklich verzichtet.

Die Ausbildung vermittelt fundierte Kenntnisse in der Anwendung von Mediation in der Arbeitswelt. Neben den theoretischen und praktischen Grundlagen der Mediation sowie verschiedenen Interventionsmethoden aus Kommunikation und Psychologie werden wichtige Elemente zur Gruppendynamik und essentielles Wissen über Organisationsentwicklung vermittelt.

Mit Abschluss der Ausbildung in Wirtschaftsmediation können Sie als interne/r oder externe/r Mediator*in in Organisationen bei Konflikten vermitteln. Sie profitieren ferner von der Ausbildung, wenn Sie z. B. im innerbetrieblichen Konfliktmanagement, in der Konfliktmoderation, der Konfliktberatung oder im Konflikttraining tätig sind.

… für mich bei der Mediations-Ausbildung:

  • Erweiterung der eigenen Kommunikations- und Konfliktkompetenzen
  • Schulung der eigenen Kommunikations- und Methodenskills
  • Erlernen von Handwerkszeug für Konfliktlösungen
  • Persönliche Weiterentwicklung
  • Reflexion der eigenen Haltung und des eigenen Verhaltens
  • Austausch und Vernetzung mit Mediator*innen
  • Bildung von Peer-Gruppen

… für die Konfliktparteien:

  • Zukunftsorientierte Lösung für alle Parteien
  • Befreiung von emotionalen Lasten
  • Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse aller Parteien
  • Erhaltung und Verbesserung der Beziehungen
  • Selbstbestimmtes Verfahren – Die Konfliktparteien treffen die Entscheidungen
  • Nachhaltige Steigerung der persönlichen und betrieblichen Produktivität durch  das strukturierte Lösungsverfahren
  • Win-Win-Lösung wird angestrebt für ein sinnvolles und nachhaltiges Ergebnis
  • Hohe Erfolgschancen, wenn alle Parteien dem Verfahren zustimmen und bereit sind den Konflikt zu lösen.

Klassen A und B = Co-Mediator*innenzertifikat

Klasse C = zertifizierte*r Mediator*in, Deutschland (121h + 4h)

Die Klasse A-C bieten wir im Diakonischen Werk Baden im pulsnetz.de an.
Es handelt sich hier um das Kompaktseminar Konfliktlösung (Modul A+B) und fünf C-Modulen.

Gerne steht Ihnen Janine Mohrmann bei Gesprächsbedarf zur Verfügung. 

Mit der Möglichkeit der Fortsetzung:
Klasse D = int. zert. Mediator*in, DACH und nach Verbandsstandards (200h)

Upgrade Klasse S = int. zert. Mediationssupervisor*in nach den Übergangsbestimmungen ebenfalls möglich (nach den aktuellen Übergangsregelungen werden 360 h in angrenzenden Bereichen angerechnet, somit verblieben aktuell 40 h)

Weitere Informationen zu den Mediationsführerscheinen.
Gerne steht Ihnen Anita von Hertel für Fragen zu den Mediationsführerscheinen zur Verfügung.

Die Mediationsausbildung zum/zur zertifizierten Mediator*in findet in Kooperation mit der Akademie von Hertel und Mediationssupervision GmbH mit dem folgenden Trainer*innenteam statt:

  • Maren Klug, int. zert. Mediationssupervisor*in und -Trainer*in, DACH
  • Sven Bartel int. zert. Mediationssupervisor*in, DACH
  • Jan Nicolai Hennemann int.zert. Mediationssupervisor*in, DACH
  • Dr. Jürgen von Oertzen int.zert. Mediationssupervisor*in, DACH
  • Anita von Hertel int .zert. Mediationssupervisor*in, DACH
  • André Peters int .zert. Mediationssupervisor, DACH

Gesamtverantwortung: Anita von Hertel, Janine Mohrmann, Sarah Heiligensetzer und André Peters

Unser Angebot für Sie auf einen Blick:

Kompaktseminar mit Co-Mediationsprüfung (Modul A + B)

Als Co-Mediator*innen mit Mediationsführerschein kennen Sie die Struktur, Haltung, Werkzeuge und Optionen mediativen Verhandelns in Theorie und Praxis. Sie haben alle Rollen (Mediator*in, Mediant*in, Beobachter*in) erlebt und erprobt und kennen so die eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Durch die Praxisprüfung zum Co-Mediator*in können sie selbständig entscheiden, welche Mediationen sie sich selbst zutrauen und für welche Themen und Entscheidungsprozesse sie professionelle Unterstützung z.B. durch erfahrene Mediator*innen benötigen.

Das Kompaktseminare besteht aus ca. 30 Stunden. Als Co-Mediator*in haben Sie das Handwerkszeug erlernt, um erste kleine Konfliktfälle selbst zu mediieren.

Weitere Informationen zum nächsten Kompaktseminar:
Gerne steht Ihnen Janine Mohrmann für Fragen zur Verfügung.

Voraussetzung für den/die zertifizierte/n Mediator*in ist das Kompaktseminar und  das Bestehen der Co-Mediationsprüfung.
Fünf Module werden dann für den zertifizierten Mediator*in nach deutschen Standard benötigt. Insgesamt sind das 120 Stunden nach dem Katalog der ZMediatAusbV.

Die fünf Module enthalten folgenden Themenschwerpunkte:

  • Ablauf, Rahmenbedingungen und Grundlagen der Mediation und des mediativen Verhandelns
  • Verhandeln mit Mediationskompetenz
  • Gespräche erfolgreich führen. Die Kunst der Kommunikation
  • Konflikte lösen mit Mediationskompetenz
  • Recht der Mediation und Recht in der Mediation
  • Haltung, Rollenverständnis, Werte und persönliche Mediationskompetenz

Dazu gehört ebenfalls ein Mediationspraxisfall mit Mediationssupervision im ersten Jahr und vier weiteren Mediationspraxisfällen mit Mediationssupervision in den zwei Folgejahren. Innerhalb von vier Jahren nach dem Abschlussmodul werden für den Fortbestand des zertifizierten Mediator*in 40 Stunden Fortbildung benötigt.

Weitere Informationen zu den C-Modulen 3-7
Gerne steht Ihnen Janine Mohrmann für Fragen zur Verfügung.

Damit alle aus der Gruppe möglichst viel im Kontakt miteinander bleiben können, wünschen wir uns, dass es auch möglich ist, wenn ein/eine Teilnehmer*in nur zum Teil an einem Modul teilnehmen kann, dass dies von allen Trainer*innen herzlich begrüßt wird.

Der Nachteil ist zwar, dass das Mitwirken und die Gruppenzusammenstellung besondere Herausforderungen an uns Trainer*innen stellt und vielleicht in manchen Modulen zu einem kleinen „Bienenstockphänomen“ führt, dass Teilnehmer*innen rein und raus fliegen.

Der Vorteil ist, dass die Teilnehmer*innen sich gegenseitig nicht aus den Augen verlieren und dass sie möglichst alle Trainer*innen einmal erleben, sodass sie von jedem/jeder Haltung, Qualitäten und Besonderheiten in das eigene Mediationskompetenzpotenzial integrieren können.

Die versäumten Stunden können in Hamburg in Absprache mit Anita von Hertel nachgeholt werden. Mit der Bezahlung der Module in Karlsruhe ist die flexible Teilnahme in Karlsruhe und Hamburg inklusive.

Ihre Ansprechpartnerin

Janine Mohrmann

Betreuung der Fachstelle Arbeitsschutz
JMohrmann(at)diakonie-baden.de
Tel: 0721 9349 – 731